Case-Study: Macht SEO langfristig Sinn für dich als Affiliate?

Case-Study: Macht SEO langfristig Sinn für dich als Affiliate?

SEO, oder kein SEO, das ist hier die Frage. Suchmaschinenoptimierung ist schon seit je her ein Bereich, der für reichlich Diskussionen in der Online-Marketing-Szene sorgt. Manche Leute schwören darauf, andere sagen es wäre reine Zeitverschwendung, vor allem in Zeiten von Google Pinguin, Panda und Co.

Doch was steckt wirklich dahinter? Macht SEO langfristig Sinn? Was sind die Vor- und was sind die Nachteile von Suchmaschinenoptimierung? Sollte jeder SEO betreiben oder sollte man es einfach Links liegen lassen? Das und vieles mehr werde in dieser Case-Study ans Licht bringen.

Viel Spaß dabei!

Was genau ist mit SEO gemeint?

Beginnen wir jedoch zuerst einmal mit der Begriffsklärung.
SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist bereits über 10 Jahre alt und kommt ursprünglich aus den USA (search engine optimization). In erster Linie dient es dazu, neue als auch alte Webseiten suchmaschinengerecht zu optimieren, sodass diese von den Suchmaschinen als wichtig eingestuft und somit mit besseren Platzierungen belohnt werden – bessere Platzierungen heißt im Normalfall auch mehr relevanter Traffic, der auf unsere Seite kommt.

Man unterscheidet dabei zwischen der sogenannten On-Page- (alle Optimierungen die innerhalb der Seite vorgenommen werden) und der Off-Page Optimierung (alle Optimierungen die außerhalb der Seite vorgenommen werden).

Da Google mittlerweile einen Marktanteil von ca. 90% (man kann hier ruhig von einem Monopol sprechen) hat, wird heutzutage meist nur noch für diese eine Suchmaschine optimiert.

SEO eine Wissenschaft für sich

seo-science-wissenschaftEs gibt Dinge, die kann man nebenbei betreiben, andere Dinge, wie die Suchmaschinenoptimierung gehören jedoch nicht dazu.

Im Laufe der Jahre hat sich Suchmaschinenoptimierung grundlegend verändert. Konnte man vor einiger Zeit noch davon ausgehen, dass eine Website bereits durch die Anwendung weniger, grundlegender Optimierungs-Maßnahmen (Meta-, Titel-Tags, Backlincks, etc.), rasch auf die vorderen Plätze katapultiert wurde, ist das heutzutage leider nicht mehr so. Das hat natürlich zum größten Teil mit der Entwicklung von Google zu tun. Man weiß, dass der Suchalgorithmus von Google, der zur Bewertung und Einstufungen von Webseiten zurate gezogen wird, mittlerweile über 200 Parameter umfasst, von denen bis jetzt nur wenige sicher bekannt sind.
Googel ist dabei diesen Algorithmus ständig zu verbessern und erweitert die ausschlaggebenden Parameter konstant, das dient dazu um seinen Kunden (alle die etwas Suchen) immer die besten Ergebnisse zu den jeweiligen Suchanfragen zu liefern und dabei natürlich, durch immer besser auf die Kunden abgestimmte Angebote, optimalen Gewinn durch Werbeeinnahmen zu generieren.

Um nun wirkliche Erfolge mit SEO erzielen zu können, langt es also nicht mehr aus ein paar Sachen an der Seite zu verändern. Man muss sich genau mit der Materie auseinandersetzen, bestimmte Prinzipien verstehen und versuchen Google konstant über die Schulter zu schauen, ob irgendwo wieder etwas verändert worden ist das sich negativ auf unsere Platzierungen auswirken könnte.

Die Gefahren der Suchmaschinenoptimierung

Nachdem wir jetzt wissen, was SEO eigentlich ist und welches Know-how man benötigt um befriedigende Ergebnisse zu erzielen, würde ich jetzt gerne auf die Gefahren eingehen die Suchmaschinenoptimierung in sich birgt, wenn man sich lediglich auf diesen Bereich der Trafficgenerierung verlässt.
Vielen von euch werden schon ahnen, was jetzt kommen muss. Es gibt zwei große Feinde, die euren Top-Platzierungen im Weg stehen und somit all eure Bemühungen und Hoffnungen, die ihr in Suchmaschinenoptimierung gesteckt habt, zu Nichte machen können.

Jeder will ein Stück vom Kuchen

Egal ob SEO oder SEA (Serch Engine Advertising), man wird in der Regel eigentlich kaum Bereiche oder Nischen finden, in denen es nicht mindestens einen Konkurrenten gibt. Was sind jedoch die Auswirkungen von hoher Konkurrenz? Im Bereich SEA kann eine hohe Konkurrenz zu einem bestimmten Keyword höhere Klickpreise bedeuten, diese kann man jedoch relativ schnell umgehen, indem man seine Anzeigen zu einem anderen Keyword schaltet.

Schnelle Reaktionszeiten gibt es im Bereich SEO leider nicht. Wenn man seine komplette Seite, auf ein Keyword optimiert hat und plötzlich Konkurrenz auftritt, die konsequenter SEO betreibt als wir, wird uns diese Seite vom Thron stoßen und wir werden uns mit schlechteren Plätzen und somit mit weniger Traffic abfinden müssen.
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten, entweder wir betreiben weiterhin konsequente Optimierung und einen “natürlich” wirkenden Backlinkaufbau, oder wir schwenken auf ein anderes Keyword zur Optimierung um. Beide Möglichkeiten bringen einiges an Arbeit mit sich und müssen langfristig betrieben werden.

Das heißt im Klartext, wenn man eine Seite in einem hart umkämpften Markt ganz oben platzieren will, muss konstant daran gearbeitet werden. Dazu reichen selten nur wenige Wochen aus, da die Konkurrenz nie schläft und natürlich auch die vorderen Plätze für sich beanspruchen will. So ist es von außen betrachtet ein ständiges Katz und Mausspiel mit der Konkurrenz – man benötigt also jemanden der sich am besten ausschließlich um diesen Bereich kümmert.

Google aktualisiert gerne

penguin, panda, hummingbirdUnser zweiter Gegner, der zwischen uns und den Top-Platzierungen steht, ist Google selbst. Wie bereits erwähnt, ist Google ständig darum bemüht seinen Kunden ausschließlich die besten Ergebnisse zu liefern, weshalb er regelmäßig Updates durchführt, die teils dramatische Folgen für unsere Seiten haben können. Von einem auf den anderen Tag kann es gut möglich sein, dass unsere Seiten einfach um mehrere Plätze fallen oder teilweise zu bestimmten Suchbegriffen garnicht mehr auffindbar sind – weil sie durch Google´s verschärfte Kriterien nicht mehr als relevant eingestuft werden.

Damit das nicht alles so theoretisch herüberkommt, habe ich hier direkt mal eine meiner eigenen Seiten als Beispiele mitgebracht.

Hier einmal ein Google Analytics Statistik:

statistik-google-penguin-update

Die Statistik zeigt die täglichen Besucherzahlen der Seite an. Bis zum 20.10.2013 lagen diese bei ca. 300 Besuchern pro Tag. Einen Tag später sind die Besucherzahlen auf lediglich 90 pro Tag gesunken. Doch woran lag das?

Nur wenige Tage zuvor kam am 4. Oktober 2013 ein neues Google Update mit dem Titel “Penguin” heraus. Dieses Update sorgte bei vielen Seiten für teilweise sehr große Veränderungen. Websites verloren zum Teil sehr gute Platzierungen oder wurden sogar abgestraft und das alles wegen einem Update von Google. Wenn man sich jetzt einmal vor Augen hält, dass Google alle paar Monate ein Update macht und jedes dieser Updates in gewisser Weise eine Gefahr für gut platzierte Seiten darstellt, dann muss man sich doch eventuell einmal fragen, ob es sich lohnt in dieser ständig angespannten Situation verbleiben zu wollen und sich dermaßen abhängig von Google machen zu lassen…

Wer sollte für SEO zuständig sein?

Stefan Rabsch der SEO-Manager von Zalando sagte einmal dazu: “SEO ist ein Marketing-Kanal, der zeitintensiv ist und Geduld erfordert…”. Und genau das ist der Punkt. Möchte man mit SEO erfolgreich sein, muss man sich in der Materie auskennen und seine Strategien langfristig ansetzen.

Doch wer soll sich damit konsequent befassen? Wenn ein Affiliate gerade am Anfang steht, hat er meistens andere Dinge auf die er sich konzentrieren muss, als sich intensiv mit der SEO-Materie auseinanderzusetzen, schließlich will er ja möglichst rasch seine Fixkosten (Domain, Hoster, Programme, etc.) wieder reinbekommen und die ersten Erfolge sehen – und gerade haben wir ja mitbekommen, das SEO keine Sache von lediglich 5 Minuten, sondern sehr zeitintensiv ist.
Macht es also gerade für Affiliates Sinn sich damit zu befassen, oder ist es nicht schneller und effektiver Traffic zu kaufen und sich seine Liste aufzubauen? Ich denke die zweite Variante ist gerade am Anfang vielversprechender. Vor allem, wenn man sich von Anfang an eher darauf konzentriert eine Liste aufzubauen, kann sich das bereits nach sehr kurzer Zeit definitiv mehr lohnen, denn auch mit einer kleinen Liste, kann man gutes Geld verdienen.
Hat man nach einiger Zeit eine gewisse Einkommensschwelle durch das eMail-Marketing erreicht, kann es durchaus Sinn machen sich auch mit den Bereich SEO auseinander zu setzten. Doch man sollte sich gleich zu Beginn Gedanken darüber machen dafür extra jemanden mit ins Boot zu holen, denn es wird definitiv eine längere Sache und ist mit einmaligem Aufwand nicht getan.

Bei großen Unternehmen die bereits einige Zeit bestehen und genug Kapital zum Investieren haben, kann es hingegen bereits von Anfang an durchaus Sinn machen sich auf SEO zu konzentrieren – erfolgreiche Beispiele dafür wären gerade Zalando, eBay, oder Amazon. Dabei stellt sich natürlich auch wieder die Frage ob eine Inhouse-SEO Abteilung geschaffen werden soll, die sich auch mit den Produkten und allen Details auskennt, oder ob man auf externe Unternehmen zurückgreift. Diese Frage kann jedoch pauschal nicht geklärt werden.

Was ist jetzt die optimale Lösung für Affiliates?

Aus eigener Erfahrung möchte ich persönlich sagen, dass gerade am Anfang der, ich nenne ihn mal SEO-Weg, im Vergleich zur Trafficgenerierung mit anderen Methoden, definitiv anstrengender und stumpfsinniger ist. Sehr viele Dinge wie zum Beispiel Backlinks setzen müssen einfach abgearbeitet werden, was nicht immer das spannendste ist. Außerdem besteht die Gefahr, dass man gerade am Anfang bestimmte Nischen, in die man sich begibt, einfach falsch einschätzt oder die Konkurrenz zu leicht einstuft und sich über Wochen oder sogar Monate hin nichts bewegt – was für Anfänger, schnell extrem demotivierend sein kann. Ein weiterer Nachteil, den ich sehe, sind die doch sehr teuren Tools (meist Abos), die einem viele der für den SEO-Bereich wichtigen Werte zur Einschätzung der Konkurrenz und der Besucher aufzeigen. Natürlich gibt es auch hier wieder kostenlose Varianten, die einem die Arbeit jedoch oft nicht wirklich erleichtern.

Wenn ich also nochmals von vorne anfangen könnte, würde ich persönlich den “eMail-Marketing-Weg” wählen.

Ganz ohne SEO geht es nicht

Gerade erzähle ich euch noch, dass man sich lieber nicht auf SEO konzentrieren sollte und jetzt diese Überschrift?

Keine Sorge, was ich gerade geschrieben habe gilt immer noch, jedoch möchte ich euch an dieser Stelle trotzdem noch einen Tipp geben, wie man während dem Einstellen seiner Blogartikel, ganz nebenbei, noch den Grundbedarf an SEO decken kannst ohne zusätzlichen Aufwand.

Die Rede ist hier von einem kostenlosen, jedoch sehr effektivem Plugin für deinen WordPressblog, das euch dazu verhilft, jeden Artikel direkt beim Einstellen zu optimieren. Dieses praktische Plugin, nennt sich WordPress SEO by Yoast.

WordPress SEO by Yoast

In diesem Screenshot könnt ihr sehen, was dieses Plugin ganz genau macht. Nachdem ihr euren Blogartikel geschrieben habt, müsst ihr anschließend das Fokus-Keyword ausfüllen und dann euren Artikel abspeichern. Daraufhin wird euch unter dem Fokus Keyword-Feld genau angezeigt, wo euer Keyword vorhanden ist.

Dabei sind die Felder bei denen mit Grün “Yes” anzeigen wird bereits mit dem Suchbegriff versehen und die Felder mit einem Roten “no” sollten noch durch den Suchbegriff ergänzt werden.
In diesem Fall habe ich vergessen das Keyword in der Url unterzubringen, weshalb das “no” bei Seiten URL angezeigt wird. Sobald man das ergänzt hat, sollte man noch die Felder SEO-Titel und die Meta-Description ergänzen und damit wäre die Grundoptimierung euer Artikel gesichert.

Wie ihr seht, kann man sich am Anfang mit solchen praktischen Tools ein wenig auf das Thema SEO sensibilisieren, ohne sich ganz in den Bereich zu vertiefen. Die eigentliche Aufmerksamkeit sollten Affilites jedoch definitiv in eMail-Marketing stecken.

 

Gregor Muszkiet

Dieser Artikel wurde von Gregor Muszkiet veröffentlicht. Seit 2013 im Team, ist Gregor neben der Erstellung von Analysen im SEO-Bereich auch für den Support und die Leitung und Durchführung von Webinaren und Seminaren zum Thema Online-Marketing zuständig.

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8 Kommentare

  1. Hallo Ralf, wie immer ein sehr guter Artikel. Das Problem bei der SEO-Technik ist, so denke ich, hat man das eine gerade Verstanden und umgesetzt, gibt es seites Google ein Update und alles beginnt von vorn. Ich werde immer so gut es geht auf den neusten Stand bleiben, um schnell reagieren zu können. Vg. Maik Strunk

  2. Onpagedoc   •  

    Sagen wir es mal so: Ein Affiliate Projekt welches durch SEA – also google adwords – nicht wirtschaftlich ist, wird sicherlich auch dann nicht erfolgreich sein, wenn man durch onpage- und offpage seo gute Platzierungen erzielt. Der Aufwand ist einfach zu groß, heute noch zu relevanten Begriffen ganz oben zu stehen. Wenn man aber merkt, das Email-Marketing, adwords usw die erhoffte Conversion bringt, würde ich mir auch die Mühe machen und durch SEO organische Rankings zu erzielen.

  3. Pingback: Daniel’s OM-Rückblick KW19 - Kolumne24.de | Kolumne24.de

  4. Sven Kuchar   •  

    Also ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht. Ich betreibe SEO nach den Richtlinien von google und die letzten updates hatten keine Auswirkungen auf das Ranking meiner Seiten. Sie stehen nach wie vor auf Platz 1 auf Seite 1 von google. Die Zugriffe waren auch nicht geringer nach Penguin. Wichtig ist doch der Kontent und die Verlinkung von den richtigen Seiten in Bezug auf den Kontent. Die Philosophie von google ist doch die folgende: Liefere dem Suchenden die besten Ergebnisse laut der eingegebenen Suchbegriffe. Wenn man seine Seiten und backlinks nach dieser Philosophie ausrichtet, dann hast du deinen Platz und behältst ihn auch. Du musst halt immer ein kleines bisschen besser sein als die Konkurrez sein und die besten Inhalte liefern. Sei nicht statisch. Google liebt neue frische Inhalte!

  5. Daniel   •  

    Da muss ich mich Sven anschließen. Mit frischen Content und vernünftiger interner Verlinkung und guten Backlinks sollten auch zukünftige Updates von Google nicht so dramatisch sein.

  6. Thorsten Gebers   •  

    Hallo Ralf. Toller Beitrag. Auch ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit diesem Thema. Kann mich aber Herrn Kuchar nur anschliessen. Solange man Themenrelevant arbeitet bleibt man oben.

    • Cesi   •  

      Ich hab ein freund der setzt überall Backlinks und ist nie abgerutcht,also heisst das nicht viel.

  7. Willibald Wagner   •  

    Hi Ralf, klingt cool, wirlklich einzigartig, wenn ich denk wieviel Zeit ich aufwende und verbringe beim lesen, dann sind es bei mir sicher 4 Stunden pro Woche was ich mich hier erspare.
    danke
    lg
    bb
    WW
    LFL

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