WordPress – das beste Content Management System für Online-Marketing?

wordpress

Das Internet ist wirklich etwas Geniales. Es eröffnen sich täglich – ja sogar stündlich – neue Möglichkeiten und das in jeder Lebenslage. In diesem Beitrag möchte ich auf das Content Management System WordPress näher eingehen und analysieren, ob es wirklich das beste System ist, um erfolgreiches Online-Marketing zu betreiben.

Selbstverständlich ist WordPress nicht das einzige gute CMS. Joomla, Drupal, TYPO3 und Contao sind ebenfalls kostenlose und sehr verbreitete Systeme. Warum hat sich allerdings gerade WordPress so schnell durchgesetzt? Schließlich ist es nicht das allererste kostenlose CMS was auf den Markt kam.

Seit wann gibt es WordPress?

Der WordPress-Entwickler Matthew Mullenweg entwickelte WordPress aus dem Blog-System b2/cafelog, nachdem die Entwicklung von b2 eingestellt wurde. Er kündigte im Januar 2003 an, dass er ein neues Blog-System entwickeln wollte, dass einfach zu bedienen, flexibel und an die individuellen Wünsche gut anpassbar sein sollte.

Ein Jahr später, am 3. Januar 2004, erschien die erste stabile WordPress-Version. Seit diesem Zeitpunkt wurde WordPress bereits über 60 Millionen mal heruntergeladen. Und es werden immer mehr Downloads!

wp-downloads

Wer übrigens wissen möchte wie oft die aktuelle Version schon heruntergeladen wurde, der kann dies hier tun.

Wie hat sich WordPress bis heute entwickelt?

Wie gut sich WordPress verbreitet hat und wie oft es heruntergeladen wurde wissen wir jetzt. Aber die Entwicklung von WordPress und insbesondere der WordPress Community ist ein interessanter und entscheidender Erfolgsfaktor des CMS.

Die Entwicklung von WordPress als CMS

Matthew Mullenweg entwickelte WordPress mit seinem Team sehr schnell und erweiterte es um weitere Funktionen, wie die Unterstützung von Plugins, die Verwaltung von statischen Seiten, Widgets, Themes und viele weitere Funktionen, die für uns heute selbstverständlich sind.

Egal welche und wie viele Funktionen bisher implementiert wurden, es wurde immer darauf geachtet, dass es für die User so einfach wie nur möglich ist WordPress zu bedienen.

Die Entwicklung von WordPress als Community

Da sich WordPress immer größerer Beliebtheit erfreute, entstand quasi automatisch eine große Fangemeinde und somit auch eine riesen Community um das CMS herum. Ich denke, dass WordPress gerade durch diese starke Community erst so richtig erfolgreich werden konnte. Denn in der WP-Gemeinde befinden sich nicht nur  Endverbraucher, sondern auch extrem viele hochqualifizierte Programmierer, die regelmäßig für neue Plugins und Themes sorgen.

Was macht WordPress so besonders (für uns Online-Unternehmer)?

Das Besondere an WordPress ist vor allem die Einfachheit und die Flexibilität. Kaum ein anderes CMS lässt sich so extrem einfach, vor allem auch für Laien, an die eigenen Wünsche und Vorstellungen anpassen wie WordPress! Zusätzlich macht es WordPress den Entwicklern sehr einfach eigene Ideen in das CMS mit einzubringen, z.B. in Form von eigenen Plugins und Themes.

Die Installation

Für Unternehmer muss alles immer sehr schnell umgesetzt werden und dafür eignet sich WordPress einfach am besten. Die Installation ist in wenigen Minuten erledigt und extrem einfach gestaltet. Auch das ist ein Grund dafür, warum WordPress so enorm erfolgreich geworden ist. Die Einfachheit des CMS fängt schon bei der Installation an.

Die Funktionen

WordPress bringt von Haus aus sehr viele Funktionen mit und man kann im Prinzip sofort loslegen und alles so einrichten und gestalten wie man es gerne haben möchte.

Die Plugins

Falls doch einmal die eine oder andere Funktion fehlen sollte, dann lässt sich dies sehr schnell mit Hilfe eines der inzwischen über 29.000 kostenlosen Plugins beheben. Darüber hinaus ist es auch sehr lukrativ geworden eigene Plugins zu entwickeln und sie dann zu verkaufen, was sehr viele Programmierer tun. Daher sind bei Weitem mehr als „nur“ die 29.000 Plugins in der offiziellen Plugin Datenbank für WordPress verfügbar.

Die Themes

Mit einem einzigen Klick lässt sich das komplette Design ändern. Themes sind, neben den Plugins, eine sehr große Erleichterungen für alle WordPress-Nutzer. Das hat man auch im Online-Marketing erkannt und hier viele Designs entwickelt, die vor allem auf das Marketing ausgerichtet sind und somit viele zusätzliche Funktionen mitbringen.

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Ein sehr beliebtes WordPress-Theme für Online-Unternehmer ist das kostenpflichtige Theme OptimizePress, womit sich, wie mit kaum einem anderen Theme, Produkte perfekt präsentiert und beworben werden können.

Warum die Beliebtheit von WordPress nicht nur Vorteile hat!

Jede Medaille hat zwei Seiten und so hat es nicht nur Vorteile eines der beliebtesten Content Management Systeme zu nutzen. Jedenfalls sollte man genau darauf achten in welchem Bereich WordPress eingesetzt wird!

Hacker

Für Hacker ist es nahezu ein Kinderspiel sich Zugang zu einem WordPress Blog zu verschaffen, denn der gesamte Code ist ja frei verfügbar und kann von jedem Menschen auf der Welt eingesehen werden. Dadurch können Hacker in aller Ruhe nach Schwachstellen im System suchen und diese testen.

hacker

Glücklicherweise gibt es inzwischen viele gute Sicherheitsplugins, die Hackern das Leben schwer machen und somit zu 99% verhindern, dass jemand Zugang zum eigenen Blog erhält.

Auch Backups lassen sich für WordPress vollautomatisch regelmäßig machen. Hierfür gibt es ebenfalls gute kostenlose und kostenpflichtige Plugins.

Spam

Da WordPress besonders bei Google sehr beliebt ist, kann man relativ schnell und einfach mit seinem Blog Top Platzierungen in der beliebten Suchmaschine erreichen. Das verleitet viele Spammer dazu, solche Blogs mit Spam-Kommentaren zu bombardieren.

Mit entsprechenden Antispam-Plugins lässt sich so ein Spam zwar sehr gut eindämmen, aber dennoch wird das gesamte System mehr oder weniger durch solche Aktionen zusätzlich belastet. Und das kann in besonders extremen Fällen sogar dazu führen, dass eine Webseite, die mit WordPress läuft, vorübergehend nicht erreichbar ist. Zum Glück kommt so etwas aber extrem selten vor.

Fazit

Mein persönliches Fazit ist, dass sich WordPress durch die Einfachheit und Flexibilität am besten für Online-Marketing eignet. Für Blogs und Verkaufsseite gibt es meiner Meinung nach nichts besseres, da WordPress hierbei einem die besten Möglichkeiten bietet.

Allerdings sollte man sich immer vorher ganz genau überlegen, ob sich WordPress für den geplanten Einsatz wirklich eignet oder man doch lieber auf ein anderes CMS zurückgreifen sollte. Das kann z.B. der Fall sein, wenn es um sensible Kundendaten geht und ein hoher Sicherheitsstandard gewährleistet werden muss!

Paul Gossen

Paul ist leidenschaftlicher Online-Unternehmer und, neben seinem eigenen Business, Geschäftsführer bei der RALF SCHMITZ INTERNETMARKETING INC. Er beschäftigt sich bereits seit 2001 mit dem Internet und hatte im Alter von 16 Jahren (mit freundlicher Genehmigung seiner Eltern) sein erstes Gewerbe angemeldet, dass Webdesign-Dienstleistungen anbot.

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12 Kommentare

  1. Stephan   •  

    Sehr guter Artikel!
    Der Sicherheitsaspekt interessiert mich dabei besonders.
    Wie sicher wird WordPress durch solche Membership-PlugIns wie DigiMember?
    Oder gibt es ein CMS das für empfindliche Meberbereiche mit kostenpflichtigen Tickets besser geeignet ist, ohne die Administration „aufzublasen“?

    • Paul Gossen   •     Author

      Hallo Stephan,

      danke für deinen Kommentar. 🙂

      Als ich von der Sicherheit geschrieben habe, habe ich eigentlich eher den Schutz gegen Hacker usw. gemeint. Für Memberships eignet sich WordPress hervorragend, solange es dort eben hauptsächlich nur um die Auslieferung eines Produkts geht und die User selbst nichts weiter tun können als sich das Produkt anzusehen bzw. runterzuladen. Dafür nutze ich WP ebenfalls. Ob du DigiMember, s2Member oder was anderes nutzt ist einfach nur Geschmackssache. Alle diese Plugins erfüllen sehr gut ihren Zweck.

      Nehmen wir aber mal an, dass du so etwas wie einen E-Mail-Marketing-Dienst aufbauen möchtest. Also wo die Kunden mit deiner Software E-Mail-Adressen einsammeln und dann anschreiben können. Dann müssen dort sensible Daten gespeichert werden, wie die eingesammelten E-Mail-Adressen. Stelle dir mal nur vor was passiert, wenn das System gehackt wird und der Hacker plötzlich zu allen Adressen deiner Kunden Zugang hat! In solchen Fällen würde ich eher Abstand von WordPress halten und entweder ein komplett eigenes CMS programmieren lassen oder auf eins zurückgreifen was etwas sicherer ist.

      Nicht falsch verstehen. WordPress ist ein sicheres System, aber das CMS nutzen eben die meisten Menschen für ihre Webseiten und daher lohnt es sich auch für die Hacker an dem System dranzubleiben und zu versuchen es immer wieder zu knacken. Letztendlich kann man jedes System früher oder später knacken.

  2. Ulrike Giller   •  

    Hallo Paul,
    klasse Bericht über WordPress. Es ist wirklich genial und genial einfach in der Umsetzung. Ich selbst bin begeisterte WordPress Anwenderin und mittlerweile schon eine Expertin in der Anwendung. Ich gebe Dir vollkommen recht, was die Sicherheitsaspekte betrifft. Um so wichtiger ist, die richtigen Plugins zu kennen und einzusetzen.
    Freue mich auf weitere Artikel.
    Viele Grüße
    Ulrike Giller

  3. Bianke Bela-Renz   •  

    Hallo Paul,

    ein guter Beitrag, der Überblick verschafft und zusammenfasst. Vielleicht sollte nicht unerwähnt bleiben, dass neben der selbst gehosteten Version von wordpress.org auch noch die Plattform wordpress.com existiert. Wenn jemand keinerlei Ahnung vom Thema hat und sich bei wordpress.com anmeldet, anstatt bei wordpress.org die Software herunterzuladen…wundert er sich…
    Viele Grüße
    Bianke Bela-Renz

  4. Walter Bracun   •  

    Danke für diese kritische Betrachtung von WordPress. –
    Ich selbst benutze WordPress seit einigen Jahren, bin vollauf damit zufrieden und kann daher sagen, dass die Vorteile gegenüber den Nachteilen vollauf überwiegen.
    Weiterhin alles GUte und viel Erfolg mit diesem Blog!
    Walter Bracun

  5. Hallo Paul,
    da hat dann mal wieder einer das Richtige zum richtigen Zeitpunkt rausgebracht. Und wie man sieht mit Erfolg. Mit den richtigen Plugins versehen ist WP ziemlich sicher, finde ich. Vg. Maik Strunk

  6. Daniel Steger   •  

    Ein sehr gut recherchierter Artikel. Sicherheitsprobleme bei WordPress sind in aller Regel hausgemacht. Das fängt schon mal damit an, dass die meisten Blogger den ersten Benutzer admin oder administrator nennen. Ein weiterer Leichtsinn ist es seine FTP Daten im CMS zu hinterlassen. Aber seit Version 4.1 geht das zum Glück ja gar nicht mehr.

    Bei der Beliebtheit von WordPress muss es einen aber auch nicht wundern dass da auch so einige bad guys unterwegs sind. Schliesslich werden Windows Computer auch häufiger gehackt als Apple oder Linux Kisten

  7. Tobias B. Conrad   •  

    Mehr Sicherheit, Mehr Besucher und Höheres Ranking bei Google im Handumdrehen:
    Eure Sorgen sind berechtigt und es geht kleinen wie großen Firmen genauso.
    Daten klau an vielen Stellen. Doch wir wollen doch unser Marketing vorantreiben und mehr Erfolg haben. Folgender Tipp hilft:
    Meine Liste baue ich in Klick-Tipp auf, dass mit Handy Verifizierung zusätzlich zu Benutzernamen und Passwort für Sicherheit sorgt. Eure Liste ist also sicher vor Zugriffen von Außen. Macht noch regelmässig ein Export eurer Klick-Tipp Liste (Komma getrennt), dass macht euch noch sicherer.
    # Wollt Ihr noch mehr Besucher, Höheres Ranking bei Google?
    Dann nutzt den WP Kommentar Listbuilder für Klick-Tipp.
    Tipps und Anwendungsmöglichkeiten bekommt Ihr unter http://woocommerce-klick-tipp.com/mehr-Besucher

  8. Alex L   •  

    Hallo Paul,
    vielen Dank für den Beitrag und ich halte von WordPress auch recht viel, da schon im neunten Jahr als WordPress-Blogger unterwegs. WP bietet mir all die Funktionen, die ich brauche. Anfangs, wenn man noch ein Worpdress-Beginner ist, weisst man gar nicht, was man braucht und ich las damals, dass WordPress gut ist und wollte es auch gerne selbst hosten.

    Vorher war ich bei Blogspot und nun sind seitdem fast 9 Jahre vorbei. Alles in allem kann ich nur froh sein, dass mein Hauptblog Internetblogger.de unter WordPress am Laufen ist.

    Zugeben muss man auch, dass man bei diesem CMS ab und an mit Sicherheitslücken zu tun hat. Glücklicherweise schliesst man diese sehr schnell. Ich setze noch das Plugin Limit Login Attempts, um schon mal gegen Brute Force Attacken gut gerüstet zu sein.

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